Mission accomplished …

noch nicht ganz 😉

Meine Frau und meine Kinder konnte ich bereits am Freitag Nachmittag in die Arme schliessen und gemeinsam haben wir einen sehr schönen Tag in Neustadt verbracht. Während meine Frau mit unserem jüngsten dann abends wieder nach Hause fuhr, verbrachten mein großer Sohn und ich wie geplant einen letzten Abend an Bord um am kommenden Tag gemeinsam die letzten Etappe in meinen Heimathafen zu segeln.

Am Samstag früh erklingt aus dem I Phone Nana Mouskouri´s  Hit „Guten Morgen Sonnenschein“ – was für uns bedeutet : aufstehen, auch wenn der Tag nach allem anderen als Sonnenschein aussieht 😉 Gegen 8.00 Uhr ging es erst einmal in den Neustädter Rundhafen, wo Thomas und seine Crew von der Schnussi III auf uns warteten um uns zu einem lecker Frühstück, das letzte auf dieser Reise, zu begrüßen.

Das Frühstück auf der Schnussi III tat sehr gut und anschliessend ging es dann auch los. Bei raumen Winden um die 14 – 17 Knoten Wind ging es direkten Kurs Travemünde. Magda, Dietmar, Thomas und Nils kamen uns bereits unmittelbar an der Ansteuertonne Neustadt mit der Felja Finn entgegen und haben uns den gesamten Weg begleitet. Leider war diese letzte Etappe von einem ekelhaften Sprühregen begleitet sehr feucht, umso besser jedoch das ich für diese letzte Etappe meinen Sohn als Steuermann hatte und mich so sehr entspannt Travemuünde entgegen segeln lassen konnte 😉

Gegen 12.00 Uhr kam uns dann auch noch Tom mit seiner Pangea, einer Alpha 32, entgegen und begleitete uns ebenfalls auf den letzten Metern 😀 Die Freude ist sehr groß als wir die Travemünder Mole passieren und ich hier nach fünf Monaten und 3500 NM meinen Ausgangskurs kreuze. Freudentränen laufen über meine Wangen und ich denke an die vielen tollen Erlebnisse, die netten Menschen die mir begegnet sind, die vielen Unwegbarkeiten die mir auf meiner Reise passiert sind, die unbequemen Wege die ich teilweise gegangen bin, die einsamen Entscheidungen die ich treffen musste und die Grenzen, welche ich immer wieder überwinden musste. Es sind Freudentränen und – einen Moment halte ich inne !

Die Freude über unseren Empfang ist riesig, auf der Pier des Fischereihafens warten neben Familie und Freunden auch einige Vertreter der regionalen Presse und einige Vereinskameraden um mich im mittlerweile strömenden Regen willkommen zu heissen.

Nach einigen Interviews und einem kurzen Aufklaren der jolågo ging es dann auch prompt nach Hause, wo meine Frau eine tolle Willkommensparty mit unserer Familie, Nachbarn und den engsten Freunden organisiert hat. Pünktlich zum Beginn der Party kommt die Sonne raus und es herrscht bestes Wetter 😀

Nun sind einige Tage vergangen und ich merke, dass ich zwar körperlich anwesend bin, mein Geist sich jedoch noch irgendwo draussen auf unserer Ostsee befindet. Ein Sprichwort der Indianer sagt :

„Der Körper reist schneller als der Geist“

Nach dieser Reise kann ich das nur bestätigen !

Die letzten Tage habe ich damit verbracht, jolågo von allem Reiseballast zu befreien, Rettungsinsel runter, Klamotten raus, Lebensmittel raus, Hochsee Equipment demontieren usw… Schliesslich wollen wir am Samstag noch die Gemeinschaftswettfahrt der Travevereine segeln 😉

Was wird jetzt aus dieser Seite ?

Ich werde diese Seite weiter pflegen ! Es wird Infos zu meinen Vorträgen geben, ich werde über meine Gefühle und Erfahrungen des wieder einlebens und auch über meine künftigen Törns auf der Ostsee werde ich berichten.

Das nächste Projekt ist bereis in meinem Kopf und St Petersburg steht auch noch auf dem Plan ! Es bleibt also spannend 😉

Bis dahin möchte ich mich noch bei allen Lesern für die netten Mails und die vielen motivierenden Worte, insbesondere in den letzten Tagen, bedanken und freue mich den einen oder anderen von euch auf einen meiner künftigen Vorträge persönlich kennen zu lernen.

Handbreit, fair winds und am Samstag hoffentlich eine gute Platzierung 😉

jolågo und Ingo

2 Antworten zu “Mission accomplished …

  1. Vielen Dank für den Bericht der Tour! Habe mit Freude mitgelesen. Grüsse aus Mittelnorwegen!
    Jan

  2. Hallo Ingo,
    ich konnte Dir ein wenig mit meinen alten Seekarten helfen. Du hast uns allen mit Deinen Berichten, aber noch viel mehr mit Deiner Umsetzung Deines Traumes sehr viel gegeben. Lebe zumindest einmal in Deinem Leben Deinen Traum, aber vergiss niemals Deine Familie oder Deine Freunde dabei. Du hast uns bewiesen, dass es geht.

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